Die Namensfindung

Das queere Jugendzentrum hat ein Zuhause gefunden! Doch wie soll es heißen? Dieser Frage widmete sich der Workshop zur Namensfindung.

Wie soll das Jugendzentrum heißen?

Ein kleiner Bericht

Das queere Jugendzentrum hat ein Zuhause gefunden. Der Mietvertrag wurde unterschrieben, die Einrichtung bestellt und der Eröffnungstermin steht. Doch eine Frage blieb bisher unbeantwortet.

Wie soll das Jugendzentrum überhaupt heißen?

Das Ziel des Workshops war es, dies in einem gemeinsamen Prozess herauszufinden. Die Jugendlichen erhielten an diesem Tag die Möglichkeit, sich aktiv in den Gründungsprozess einzubringen und das Jugendzentrum mit ihren Ideen zu gestalten. Für die Jugendlichen spielen Schutzräume eine wesentliche Rolle. Indem sie diesen Raum selbst mitgestalten können, wird es ein Ort mit dem sie sich identifizieren und sich wohlfühlen können.

Nachdem die verbindlichen Regeln und der Ablauf des Tages besprochen wurden, startete der Workshop mit einer Raumerkundung. Die Jugendlichen sollten erstmal für sich die Fragen beantworten, was sie in den Räumen fühlen und welche Assoziationen auftauchen, wenn sie sich in den Räumen bewegen. Nach dieser Übung wurde es erstmal wieder etwas theoretischer. Wir besprachen gemeinsam welche Rahmenbedingungen für den Namen wichtig sind und was er überhaupt ausdrücken soll. Diese Sammlung soll später als eine Art Checkliste dienen. Im nächsten Schritt wurden die Assoziationen der Räumlichkeiten, aus der ersten Übung wieder in Erinnerung gerufen. Außerdem wurde auch die Frage zur Zukunft des Zentrums gestellt: Was wünscht ihr euch für diesen Ort?

Anschließend folgte das Herzstück des Tages. Es wurden Namensideen gesammelt!

Im Laufe des Vormittags wurden bereits einige Ideen auf einer Flipchart festgehalten. Die Jugendlichen ließen ihrer Kreativität freien lauf und spielten mit verschiedenen Wörtern und Begriffen herum. Sie wurden auseinander genommen, wieder zusammengesetzt und so zu neuen Kreationen geformt. Bevor die vielen Ideen jedoch auf fünf Favoriten eingegrenzt wurden, wurde geprüft, ob sie eventuell schon vergeben bzw. geschützt sind und damit für uns unbrauchbar werden.

Diese Favoriten wurden daraufhin mit einer bestimmten Methode auf Herz und Nieren geprüft. Hierzu sollten die Jugendlichen zu jedem Namen einzelnd ihre ersten Gedanken abfeuern. Das Ergebnis zeigt, ob der Name auch die Assoziationen vermittelt, die wir mit ihm ausdrücken möchten. Im Anschluss fand die finale Abstimmung statt, in der jede Person eine Stimme zu vergeben hatte.

Nachdem wir den neuen Namen ausgiebig gefeiert haben, besprachen wir noch wichtige Aspekte bezüglich der Öffentlichkeit und Außenwirkung. „Wie sehr soll sich das Jugendzentrum als queer zeigen und wie können wir gleichzeitig die Privatsphäre der Besuchenden schützen?“

Am Ende des Tages können wir mit Freuden den neuen Namen des queeren Jugendzentrums verkünden:

QueerUnity

 

 

Wir bedanken uns herzlich bei dem Paritätischen Jugendwerk, der uns diesen Workshop ermöglicht hat.